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Regionale Spezialität Döbbekooche

 

Die Geschichte des Döbbekooche

Kaum ein Gericht ist mit dem Rheinland so eng verbunden wie der Döbbekooche – und kaum ein Gericht hat so viele Namen: Dippelaabes, Kesselskooche oder Kühles, sind nur ein Paar der zahlreichen Bezeichnungen. Der Ursprung liegt in den Worten „Döppe“ oder „Debbe“ für Topf und „Kooche“ für Kuchen, doch die genaue Namensherkunft bleibt bis heute ungeklärt. Gemeint ist aber immer dasselbe: Ein herzhaft, leckeres Kartoffelgericht, das klassisch aus geräuchertem Bauchspeck, Zwiebeln, Eiern und in Milch eingeweichten Brötchen hergestellt wird. Dazu reicht man selbstgekochten Apfelkompott.

Seine Entstehung verdankt der Döbbekooche dem Erfindungsreichtum der Armut: Denn während sich die reiche Mittelschicht am Tag des heiligen St. Martin die saftige Gans schmecken ließ, griff der weniger wohlhabende Teil der Bevölkerung zum einzigen Lebensmittel, das allzeit verfügbar war: die Kartoffel. Auch die eine oder andere Wurst war durchaus erschwinglich. Und so zauberte man im Ofen ein deftig warmes Festtagsgericht mit leckerer Kruste. Manche Leute behaupten sogar, dass keine Martinsgans der Welt je einen Döbbeekooche ersetzen könnte, weil nichts so sehr nach Heimat schmeckt.

 

 

 

 

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